Clyde und Bonnie (DE)

von Holger Schober (15+)

Vergiss den Film. Der Film ist Hollywood. Tarantino war gestern, Clyde und Bonnie rocken heute. Bonnie heißt schon immer Bonnie, Eltern können grausam sein. Clyde heißt eigentlich Werner, aber Bonnie nennt ihn Clyde. Sie sind jung. Sie sind verliebt. Sie rauben Banken aus – oder stellen sich das so vor. Denn was ihre berühmten Namensvorgänger können, das können Clyde und Bonnie schon lange. Schluss mit Frust! Aber wenn man sich in die Schusslinie stellt, dann bekommt man hin und wieder auch eine Kugel ab.

 

Holger Schober, der 2006 mit seinem Stück "Hikikomori" für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert war, nimmt die wahre Geschichte der historischen Vorbilder zum Anlass, um ein B-Movie für das Theater zu schreiben, das im Hier und Heute spielt. Es geht um Jugendarbeitslosigkeit, soziale Verwahrlosung, Gewalt und wahre Liebe.


Die Derniere des Stückes war am 30. Juni 2012.

 

Schauspieler. Rebecca Madita Hundt und Manuel Moser
Regie. Ulrike Stöck
Ausstattung. Brigit Kofmel

 

Dauer: ca. 70 Minuten

Pressestimmen

"Mit großer Energie beginnt die Aufführung mit Clyde und Bonnie, die mitten aus dem Publikum aufstehen und die Szene proben, in der sie ihre dank der 'Scheißbullen' aussichtslose Lage begreifen. Es scheint unmöglich, dass die beiden diese Energie aufrecht erhalten können, aber sie schaffen es. Die Geschichte von Holger Schober bietet alles, was Menschen heute bewegt - Liebe, Tod, Mut, Verzweiflung, Gewalt, Sex und Wut – aber auch eine Menge Klischees, die peinlich geraten könnten, es aber nie werden. (...) Dieses Jugendtheater ist ganz nah dran an der Realität seines Publikums, es ist anspruchsvoll und von hoher Qualität." westwindblog 2010

 

"In zeitgemäßer Sprache für ein jugendliches Publikum reißt Holger Schobers Stück komplexe gesellschaftliche Probleme an und macht Zusammenhänge klar. Und Ulrike Stöcks präzise Inszenierung ist dank sehr präsenter Schauspieler sexy, hat Tempo, Schwung und Action, wenn Bonnie und Werner in ohnmächtiger Wut über die Einkaufswagen herfallen. Aber sie hat auch ihre romantisch-innigen Momente, wenn das Paar sich trotz anfänglicher Ängste langsam nähert und schließlich das Licht ausgeht."
Kölnische Rundschau

Eingeladen

zum westwind Festival 2010