Clyde und Bonnie (DE)

von Holger Schober (15+)

Clyde und Bonnie - Theaterstück

Vergiss den Film. Der Film ist Hollywood. Tarantino war gestern, Clyde und Bonnie rocken heute. Bonnie heißt schon immer Bonnie, Eltern können grausam sein. Clyde heißt eigentlich Werner, aber Bonnie nennt ihn Clyde. Sie sind jung. Sie sind verliebt. Sie rauben Banken aus – oder stellen sich das so vor. Denn was ihre berühmten Namensvorgänger können, das können Clyde und Bonnie schon lange. Schluss mit Frust! Aber wenn man sich in die Schusslinie stellt, dann bekommt man hin und wieder auch eine Kugel ab.

Clyde und Bonnie

Holger Schober, der 2006 mit seinem Stück "Hikikomori" für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert war, nimmt die wahre Geschichte der historischen Vorbilder zum Anlass, um ein B-Movie für das Theater zu schreiben, das im Hier und Heute spielt. Es geht um Jugendarbeitslosigkeit, soziale Verwahrlosung, Gewalt und wahre Liebe.

Schauspieler. Rebecca Madita Hundt und Manuel Moser

Regie. Ulrike Stöck

Ausstattung. Brigit Kofmel


Dauer.
ca. 70 Minuten

Fotos zum Download unter www.meyeroriginals.com/comedia

Eingeladen zum westwind Festival 2010

Aus der Begründung der Auswahljury:

"Es beginnt mit einer Probe. Einer Probe aufs Exempel. Auf Leben und Tod. Bis Bonnie entscheidet: Fang jetzt mal an! Die Spielweise als Metapher für eine Lebensweise.

Ein wiederkehrender Szenenbeginn: Clyde und Bonnie beim Banküberfall, umzingelt von Polizisten. Ausweglos. Ein junges Liebespaar, heute. Und wenn einer stirbt - was dann? Stellt euch vor, dass es wahr wäre? Zwischen Helden und Schurken, Gewinnern und Verlierern, spielen Clyde und Bonnie um ihr Leben.

Holger Schober beherrscht das Spiel mit Formen: Indem er das reale Paar aus den 1930ern und das Film-Paar von 1967 zur Folie für die Orientierungssuche junger Menschen heute nimmt, nutzt er, einmal mehr, die Theaterbühne pointiert als Nahtstelle zwischen Realität und Virtualität. (...)

Manuel Moser und Rebecca Madita Hundt jonglieren mit ihren schauspielerischen Mitteln: Wortwitz oder Schlagabtausch, Situationskomik, Rollen und Posen, Intimität und Nähe, große Bilder und ehrliche Gefühle. Brillant, mit welcher Leichtigkeit und Souveränität sie die ständige Gratwanderung zwischen lustvoller Unterhaltung und großer Ernsthaftigkeit meistern."

Pressestimmen

"Mit großer Energie beginnt die Aufführung mit Clyde und Bonnie, die mitten aus dem Publikum aufstehen und die Szene proben, in der sie ihre dank der 'Scheißbullen' aussichtslose Lage begreifen. Es scheint unmöglich, dass die beiden diese Energie aufrecht erhalten können, aber sie schaffen es. Die Geschichte von Holger Schober bietet alles, was Menschen heute bewegt - Liebe, Tod, Mut, Verzweiflung, Gewalt, Sex und Wut – aber auch eine Menge Klischees, die peinlich geraten könnten, es aber nie werden. (...) Dieses Jugendtheater ist ganz nah dran an der Realität seines Publikums, es ist anspruchsvoll und von hoher Qualität." westwindblog 2010

 

"In zeitgemäßer Sprache für ein jugendliches Publikum reißt Holger Schobers Stück komplexe gesellschaftliche Probleme an und macht Zusammenhänge klar. Und Ulrike Stöcks präzise Inszenierung ist dank sehr präsenter Schauspieler sexy, hat Tempo, Schwung und Action, wenn Bonnie und Werner in ohnmächtiger Wut über die Einkaufswagen herfallen. Aber sie hat auch ihre romantisch-innigen Momente, wenn das Paar sich trotz anfänglicher Ängste langsam nähert und schließlich das Licht ausgeht."
Kölnische Rundschau

"In Klischeebilder von Jugend hätte es abdriften können, wenn Clyde und Bonnie Stress mit 'Bullenschweinen' haben, über Sex reden oder aus Lust am Krawall das halbe Bühnenbild auseinandernehmen. Ist es aber nicht. Denn Rebecca Madita Hundt und Manuel Moser sind in ihren Rollen unter der Regie von Ulrike Stöck so echt, dass man sich kaum wundern würde, sie abends als Clyde und Bonnie im Lieblingsclub zu treffen."
Kölner Stadt-Anzeiger

TERMINE

<Februar 2012>

In diesem Monat keine Veranstaltungen gefunden.

Eingeladen

Nominiert

für den "Kurt-Hackenberg-Preis" 2009

für den Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2009


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