Die Geschichte von Lena

von Michael Ramløse und Kira Elhauge (8+)

Lena wird zehn Jahre alt und hat einen doppelt so alten Bruder, zwei ganz normale Eltern, genauso normale Mitschüler und eine beste Freundin, die Maria heißt. Sie sitzt in der Schule neben ihr und war schon zwei Jahre hintereinander mit Lena und ihren Eltern im Sommer mit im Ferienhaus dabei. Drei Wochen Nichtstun, Fischen, Spaß haben. Es ist ein sehr kleines Haus und weil in diesem Jahr Lenas Bruder wieder einmal mitfährt, ist kein Platz mehr für Maria. Nur in diesem Jahr, nächsten Sommer kann sie wieder dabei sein, meinen Lenas Eltern. Aber Maria ist sauer. Und auf Lenas Briefe aus den Ferien kommt keine Antwort.  
Als am ersten Schultag Lenas letzter Brief mitten auf dem Schulhof von Maria laut vorgelesen wird und sich alle über Lenas Ferien auf dem Land lustig machen, wird ihr klar, dass sich sehr viel verändert hat.
Zwei Schauspieler decken in zehn Rollen das ganze Kaleidoskop von Schulhofgeschichten und Ferien-Idylle, kindlicher Verzweiflung und heiler Fassade ab.

Ausgrenzung und wechselnde Allianzen auf dem Schulhof sind an der Tagesordnung an deutschen Schulen. Das Stück greift auf, beschreibt, stellt Fragen und bietet zugleich höchst unterhaltsames und lebendiges Theater für alle ab 8 Jahren.

Michael Ramløse ist einer der wichtigsten Autoren des dänischen Kindertheaters. Sein TEATRET FAIR PLAY in Holbæk prägt die dänische Kindertheaterlandschaft seit über 30 Jahren.

 

Die Derniere des Stücks war am 2. Juni 2010.

 

Schaupieler Emanuel Fleischhacker und Stefanie Jansen

Regie Anke Gregersen

Ausstattung Irmhild Gumm

Sound Christoph Niemeier

 

Dauer ca. 60 Minuten

 

Fotos hier: www.meyeroriginals.com/comedia


Pressestimmen:

Anke Gregersen inszeniert für Ömmes & Oimel mit einem Ohr für Zwischentöne. Schon das Stück ist so sensibel konstruiert, dass es gut funktioniert und keinen Thesenstoff präsentiert. Nichts wirkt jedoch so eindringlich wie ein genauer Blick auf die Wirklichkeit. Hier ist es die Körpersprache, die Stefanie Jansen und Emanuel Fleischhacker treffend ins Spiel bringen. Sie haben gut beobachtet, wie sich Acht- bis Zehnjährige bewegen, in welche Verlegenheiten sie sich flüchten. Die beiden wechseln geschwind die Rollen, spielen Eltern und die gesamte Freundesschar von Lena.
Emanuel Fleischhacker gelingen die burlesken Momente, Stefanie Jansen stellt erschütternd die seelischen Verletzungen dar, als Lena von der Klasse in die Zange genommen wird. Mit Humor erzählt, geht Lenas Geschichte gleichwohl so unter die Haut; dass sich das Publikum bei der Premiere sichtlich angesprochen fühlte.
Kölnische Rundschau

Nominiert

Kölner Theaterpreis 2008

aus dem Dänischen von Volker Quandt