Westwind


The winners are

WESTWIND Festival 2021 endet nach einer prallen und erfolgreichen Woche voller Theater mit großer Preisverleihung

Ein Festival in Pandemie-Zeiten – das war WESTWIND 2021. Von Mai auf August verschoben als Sommerfestival mit analogen, hybriden und digitalen Formaten und alle Stücke live. Der Plan des WESTWIND Teams im COMEDIA Theater ist aufgegangen! Alle Inszenierungen – Festivalbeiträge und internationale Gastspiele aus Belgien, Brasilien, Chile und Spanien – wurden doppelt gespielt, das bedeutete konkret: an sieben Festivaltagen 34 analoge Vorstellungen.

Die COMEDIA – Zentrum der Kultur für Junges Publikum war das Festivalzentrum, an zwei weiteren Spielstätten in Köln (KKT KölnerKünstler:innenTheater und St. Gregorius im Elend) wurden Aufführungen gezeigt.

So fühlte sich die WESTWIND-Woche trotz 3Gs und Masken fast wie ein “normales“ Festival an.

Im Rahmenprogramm für die Fachbesucher:innen wurde der Frage „Wer spricht für wen?“ nachgegangen. Tägliche Impulsvorträge online, Webinare, Diskussionen und Nachgespräche rundeten das Programm ab Zum ersten Mal waren unter dem Titel „Fokus Awareness“ die beiden Wissenschaftler:innen Seda Sönmeztürk und Alexis Rodriguesz Suárez als Beobachter:innen anwesend. Aus ihren jeweiligen Perspektiven evaluieren sie den Umgang des Festivals, der eingeladenen Produktionen und der Festivalteilnehmer:innen mit gesellschaftlich relevanten und aktuellen Fragestellungen und Themen.

Ebenso zum ersten Mal war WESTWIND ein nachhaltiges Festival. Im Rahmen des NRW Nachwuchsstipendiums wurden Maßnahmen in allen Bereiche entwickelt, um Ressourcen, Energie, CO2 und Müll zu sparen. Das Festival wird über den EVENT.rechner der EnergieAgentur.NRW klimabilanziert.

Folgende Bereiche gehörten dazu: digitaler Messenger statt Drucksachen, Mülltrennung, veganes Catering, upgecycelte Taschen, mikroplastikfreie Seifen, Deko/Pinnwände/Beschilderungen/Blöcke recycelt aus alten Plakaten etc..

Mit entspannt gefüllten Theatersälen, wie sie nach der jüngsten Verordnung des Landes möglich wurden, war es ein Fest des Theaters.

Die dreiköpfige Fachjury bestehend aus Jutta Maria Staerk, künstlerische Leiterin des COMEDIA Theaters, Julia-Huda Nahas, freischaffende Regisseurin, Autorin und Kulturpädagogin und Brigitte Baggen, langjährige Kulturamtsleiterin aus Viersen, hat aus 48 Bewerbungen der professionellen Kinder- und Jugendtheater aus ganz NRW 11 bemerkenswerte Inszenierungen ausgewählt.

Die Preise
Die Preisjury, bestehend aus Elisabeth Clarke-Hasters, Choreografin, Tanz- und Theaterpädagogin und Diversity Coach; Sergej Gößner, Schauspieler und Autor und Ulrike Stöck, Intendantin des Jungen Nationaltheaters Mannheim, hat am letzten Festivaltag die Preise von WESTWIND, dem 37. Theatertreffen für junges Publikum NRW vergeben.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stellte das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

Die Preis-Jury vergibt folgende Auszeichnungen:

Für die Ausstattung von:
„(Amor und) Psyche – wie man eine Superheldin wird“ (UA) von: Thorsten Bihegue
Junge Bühne Bochum in Koproduktion mit Prinz Regent Theater Bochum und Ko-Labor Bochum
Esther van de Pas (Kostüm) und Michael Habelitz (Bühne)

Für das Ensemble von:
„Löwenherzen“ (UA) von Nino Haratischwili
Consol Theater Gelsenkirchen
Sibel Polat, Thomas Kaschel und Eric Rentmeister

Für das Ensemble von:
„W.H.A.M. Weißer Heterosexueller Alter Mann“ (UA)
c.t.201, Köln in Koproduktion mit studiobühneköln
von und mit: Dorothea Förtsch, Tim Mrosek und Sibel Polat

Die Kinderjury und die Jugendjury haben jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro vergeben, das die RheinEnergieStiftung Kultur zur Verfügung stellt.

Die Kinderjury (Lena Becker, Liam Becker, Tilda Börjesson, Levi Kolonko, Larissa Kuhlmann, Amalia Lieb, Thea Sonnleithner) zeichnet aus:
„Löwenherzen“ (UA) von Nino Haratischwili
Consol Theater Gelsenkirchen
Regie: Andrea Kramer

Die Jugendjury (Taylan Cagri, Michael Franzmann, Marc Lanssen, Clara Lühmann, Kian Najarajampour und Simon Zerzawy) zeichnet aus:
„The BIG Picture“
FETTER FISCH – Performance I Theater, Münster
Regie und Choreografie: Leandro Kees

Die Laudationes der Jurys - (PDF 159 kB)