COMEDIA Theater im Tanzbrunnen

Özcan Cosar

Old School - Die Zukunft kann warten

„Die Wege die du gehst, laufe ich gerade zurück“ sagte mein Vater. Ich verstand das nie, denn: ab wann läuft man zurück? Und wohin?

Mit den Jahren vergisst man seine Kindheitsträume und folgt dem normalen Lauf des Lebens. Die Formel ist vorgegeben: Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit und dann Rente. Jeder Tag dient dazu, die nächste Zukunft vorzubereiten. Und dabei vergessen die meisten die Gegenwart.

Özcan Cosar reist in die Vergangenheit, um seine Kindheitsträume wiederzufinden und stößt dabei auf Gedanken und Ideen, die er längst vergessen hat. Eine Reise zurück in die „Alte Schule“: Old School - Die Zukunft kann warten.

Einsame Klasse. Zu dem großen Maß an Empathie, das Özcan für seine Umgebung mitbringt, kommt die fantastische Körperbeherrschung eines Breakdancers, der eigentlich Ballett lernen wollte. SÜDWEST PRESSE

Fr. 27.09.19 | Beginn: 20:00 Uhr | Tanzbrunnen

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Hagen Rether

LIEBE

„Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“ Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“.

In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.

Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.


Fr. 01.11.19 | Beginn: 20:00 Uhr | Tanzbrunnen

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Torsten Sträter

Normal müsste das halten!

Tag, Sträter hier. 

Zack, da isses, mein drittes Programm. Es heißt »NORMAL MÜSSTE DAS HALTEN!«. Angenehm fatalistisch, dabei vage und doch vielsagend, irgendwie. Hoffentlich. Falls nicht - Worum geht’s? Najanu:

Da sind epische Exkursionen über Moral und Verstand, wie immer einem strengen roten Faden folgend, eine angenehm kompakte Darreichungsform, an den Rändern verbrämt mit einigen wenigen Zwischenbemerkungen, am Ende eine zutiefst beseelende Botschaft und Punkt 22:00 fällt mir das Mikrophon aus der Hand … 

QUATSCH. 

Kommen Sie, ernsthaft jetzt. Wollen Sie das wirklich schon vorher wissen? Doch wohl nicht. Das Leben folgt ohnehin schon strengen Regeln, immer will wer was, man kommt zu nichts, man gönnt sich kaum was - also ist es ja wohl das MINDESTE, mal einen Abend locker zu lassen. Und das machen wir zwei Hübschen. Sie und ich. Sie wissen doch, wie das bei mir läuft: 

Ich bringe ganz ganz frische Geschichten mit, nichts, was Sie vorab schon aus dem TV kennen, und zwischendurch erzähle ich Ihnen, was sonst noch war. Eine Führung durch die ganze Welt der Idiotie, die Einsicht, dass nichts menschlicher ist als das Missgeschick, seltsame Berichte vom Rand der schiefen Ebene, dann ergänze ich den Abend noch mit Schilderungen, die ich mir auf gar keinen Fall verkneifen kann, mache den Sack zum Ende hin mit einer sehr guten Geschichte zu, und wenn Sie dann noch können, hagelts Zugaben. Ein seriöses Konzept. Und ich gelobe, es sehr lustig zu gestalten. Und mich so gut zu amüsieren wie Sie. 

Klingt erstmal ein bisschen krude, aber da dies mein drittes Programm ist, und ich eine ungefähre Vorstellung von dem habe, was ich tue, sage ich mal:

Normal müsste das halten!

Sa. 02.11.19 | Beginn 20:00 Uhr | Tanzbrunnen


Sebastian Pufpaff

WIR NACH!

Gretel fing an zu weinen und sprach: »Wie sollen wir nun aus dem Wald kommen?« Hänsel aber tröstete sie: »Wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden.«

Wissen Sie was, die Welt geht unter und wir fahren mit Vollgas darauf zu, ja, das stimmt. Aber wir sind die Lenker. Sie haben das Steuer in der Hand. Die Richtung ist nicht in Stein gemeißelt, vorgegeben oder gar eine Einbahnstrasse. Die Richtung ist unsere Entscheidung. Also, packen Sie die Sonnencreme ein, nehmen Sie ihre besten Vorurteile mit und lassen Sie uns auf eine Reise gehen. Wohin? In die Mitte des Humors, denn da entspringt der Sinn des Lebens: Lachen! Ich verspreche Ihnen anzukommen, denn dafür stehe ich mit meinem Namen. Ihr Pufpaff.

P.S. Sorry, aber es kann sein, dass Sie auf dem Weg gehörig was abkriegen, aber das lachen wir weg. Keine Sorge!

Do. 26.03.20 | 20:00 Uhr | Tanzbrunnen