510 Community Akademie: Das zweite Semester in Leichter Sprache
Das zweite Semester an der 510 Community Akademie ist fast zu Ende.
Ein Semester ist eine Lernzeit an der Uni.
Die meisten Kurse dauern ein Semester lang.
Ein Semester dauert 6 Monate.
Und wir schauen zurück:
Was ist in dieser Zeit passiert?
Und wie war es?
Was ist die 510 Community Akademie?
Das wird hier erklärt .
Am 23. August fand unser erstes Treffen in diesem Semester statt.
Wir haben Plakate gebastelt.
Auf den Plakaten haben wir aufgeschrieben:
• Was waren die Höhe·punkte unseres ersten Semesters?
• Welche Themen interessieren uns in diesem Semester?
• Wie können wir mit den Ergebnissen aus dem ersten Semester weiter·arbeiten?
• Und gibt es vielleicht noch mehr Salz·stangen??
Dann haben wir mit den Antworten weiter·geplant:
Was machen wir in den nächsten Workshops?
Was macht die Ballroom Gruppe?
Wir haben die nächsten 2 Workshops fest·gelegt:
Die Ballroom Gruppe macht 2 Workshops mit Essie Laveaux Revlon und Eray Gülay.
Ballroom spricht man so aus: Bol·ruhm.
Ballroom ist Tanz und Musik.
Die Idee dazu kommt aus den USA.
Vor allem queere, schwarze Menschen haben damit angefangen.
Sie wurden oft ausgeschlossen.
Darum haben sie sich zu gemeinsamen Veranstaltungen getroffen.
Zu Balls.
Das sind Wettbewerbe mit Tanz, Mode und Show.
In den beiden Workshops geht es um Voguing.
Voguing ist ein besonderer Tanz.
Er kommt aus den USA.
Queere Menschen haben ihn erfunden.
Also zum Beispiel schwule, lesbische, trans* und inter* Menschen.
Viele von ihnen waren Schwarz.
Hier wird das Wort „queer“ genauer erklärt.
Schwarze und queere Menschen wurden damals oft ausgeschlossen und schlecht behandelt.
Beim Voguing haben sie ihren eigenen Raum geschaffen.
Dort konnten sie so sein, wie sie sind.
Bei diesem Tanz macht man schnelle, starke und elegante Bewegungen mit dem ganzen Körper.
Besonders wichtig sind die Hände, Arme und das Gesicht.
Die Tänzer*innen und Tänzer zeigen dabei Posen.
Fast wie bei einem Foto·shooting oder auf dem Lauf·steg.
Voguing ist mehr als nur Tanz.
Es ist auch ein Ausdruck von Stolz, Freiheit und Selbst·bewusstsein.
Außerdem hat die Ballroom Gruppe endlich Spiegel für den Probe·raum bekommen.
Darauf hat die Gruppe lange gewartet.
Was macht der Black Choir?
Es gibt auch einen Chor in unserer Gruppe.
Er heißt „Black Choir“.
Das spricht man so aus: Bläck Queier.
Übersetzt heißt es: Schwarzer Chor.
Der Chor hat einen Workshop mit Sandra Karangwa gemacht.
In dem Workshop ging es um das Thema Colorism.
Colorism bedeutet:
Menschen mit hellerer Haut werden besser behandelt als Menschen mit dunklerer Haut.
Obwohl beide Schwarz sind.
Colorism passiert in Gruppen, die selbst Rassismus erleben.
Zum Beispiel:
2 Schwarze Menschen leben beide in Deutschland.
Eine der beiden Schwarzen Personen hat hellere Haut als die andere.
Die Person mit hellerer Haut bekommt öfter einen Job.
Sie wird netter behandelt.
Oder die Person gilt als schöner.
Die Person mit dunklerer Haut hat es schwerer.
Nur wegen ihrer Hautfarbe.
Colorism ist also eine Form von Diskriminierung.
Ähnlich wie Rassismus.
Aber der Unterschied liegt in der Haut·farbe innerhalb einer Gruppe.
Außerdem hat der Black Choir Gesangs·training bei Mariama Jalloh bekommen.
Und sie haben sich von Shavu Nsenga beraten lassen.
Sie haben in der Beratung über die Frage gesprochen:
Wie kann man sich als Gruppe gut organisieren?
Sodass alle gemeinsam Verantwortung über·nehmen.
Außerdem hat der Chor ein neues Logo.
Also ein neues Erkennungs·zeichen.
Mathilda Noelia hat das neue Logo gezeichnet.
So sieht es aus:
Und der Black Choir hat jetzt eine Landing Page.
Also eine Internet·seite.
Die Internet·seite des Black Choir gehört zur Internet·seite der Comedia Köln.
Die Chor·mitglieder Doro, Moses und Mayumi haben die Internet·seite gemacht.
Der Black Choir hat Näh·workshops gemacht.
Mit Rodrigo Santos.
So können die Chor·mitglieder in Zukunft Dekorationen für die Bühne nähen.
Was machen die Grenz·sprenger*innen?
Die Grenz·sprenger*innen sind eine Theater·gruppe aus Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren.
Sie verarbeiten ihre Ideen und Gedanken zu tollen Theater·stücken.
Die Grenz·sprenger*innen haben einen Masken·bildner Workshop gemacht.
Das bedeutet:
Sie haben gelernt, wie man sich fürs Theater schminkt.
Den Workshop haben sie bei Denise Eckert gemacht.
Und danach hat Lukas Staab sie geschminkt fotografiert.
Das machen die Gruppen der 510 Community Akademie gerade.
Das erste Semester ist jetzt zu Ende.
Aber was bleibt?
Dazu haben wir die verschiedenen Gruppen befragt.
Jana von den Grenz·sprenger*innen sagt:
Für sie war der Aus·tausch mit den anderen Gruppen wichtig.
So hat sie neue Denk·weisen kennen·gelernt.
Und neue Arten, Kunst zu machen.
Und auch die Grenz·sprenger*innen selbst konnten Neues aus·probieren.
Das hat ihre künstlerische Arbeit sehr bereichert.
Gianni aus der Ballroom Gruppe sagt:
Sie hat in der 510 Community Akademie neue Menschen kennengelernt.
Er hat Freundschaften geschlossen.
Und er hat viel über Ballroom gelernt.
Die Workshops haben Gianni viel Spaß gemacht.
Halima vom Black Choir sagt:
Sie hat in der 510 Community Akademie völlig neue Erfahrungen gemacht.
Der Chor organisiert sich selbst.
Es ist eine freie Gruppe.
Und trotzdem konnte die Gruppe hier Förderung bekommen.
So konnte die Gruppe wichtige Schritte gehen.
Diese Schritte sind wichtig für die Zukunft des Chors.
Die 510 Community Akademie ist in einem kleinen grünen Raum in der Von-Sparr-Straße.
Dort waren viele Künstler*innen zu Gast.
Wir haben viele Projekte gemacht.
So haben wir Neues kennen·gelernt.
Wir haben uns weiter·entwickelt.
Wir sind gespannt auf die Zukunft der 510 COMEDIA!